HAUSORDNUNG

 

FÜR DAS STUDENTENWOHNHEIM DER PROTESTANTISCHEN ALUMNEUMSSTIFTUNG MELANCHTHONHEIM IN REGENSBURG VOM 1.OKTOBER 1991

 

Das Studentenwohnheim der im Jahre 1537 gegründeten Protestantischen Alumneumsstiftung - es trägt den Namen des großen deutschen Humanisten und Reformators Philip Melanchthon, geboren als Philip Schwarzerdt 1497 in Bretten, gestorben 1560 in Wittenberg - gibt deutschen und ausländischen Studentinnen und Studenten die Möglichkeit des Wohnens und Studierens. Das heim wird nach evangelischen Grundsätzen geleitet und ist Mitglied des Diakonischen Werks Bayern. Über die Aufnahme in das Heim entscheidet der Vergabeausschuß, bestehend aus dem Heimleiter und den Senioren, oder die Heimleitung. Die Aufnahme in das Heim darf nicht aus Gründen der Herkunft, der Rasse, der Religionen oder Weltanschauung oder der politischen Überzeugung abgelehnt werden.

Die in das Heim eintretenden Studierenden bekennen sich zum Prinzip der Selbstverwaltung und Mitbestimmung, das aus gegenseitigen Vertrauen und gutwilliger Zusammenarbeit beruhrt.

Das Melanchthonheim ist kein Studentenhotel. Das Gemeinschaftsleben wird durch ein Tutorenprogramm gefördert.

 

1.     Leitung des Heimes

Der vom Kuratorium der Stiftung beauftragte Heimleiter vertritt das Heim gegenüber den Heimbewohner und im Rahmen seiner Aufgabe nach außen. Der Heimleiter übt das Hausrecht aus.

Er vertritt die Interessen der Studierenden gegenüber dem Kuratorium und umgekehrt. Ihm obliegt zusammen mit den Verwaltungsangestellten auch die wirtschaftliche Leitung des Heimes. Während seiner Abwesenheit sorgt der Stiftungsdirektor für seine Vertretung.

 

2.     Studentische Selbstverwaltung

Die Studentische Selbstverwaltung ist durch die Heimsatzung in der Delegiertenversammlung vom 10. November 1999 beschlossenen Fassung geregelt. Die Heimsatzung ist Bestandteil dieser Hausordnung.

 

3.     Ein- und Auszug

a)    Beim Einzug in das Melanchthonheim ist neben den im Mietvertrag festgehaltenen Pflichten auch eine persönliche Vorstellung bei der Hausverwaltung und dem Heimleiter obligatorisch. Vor Abschluß des schriftlichen Mietvertrages , der beim Einzug vorzuweisen ist, darf der Wohnplatz im Melanchthonheim nicht bezogen werden.

b)    Nach dem Mietvertrag ist vor Bezug des Hauses von dem Heimbewohner/in eine Kaution zu hinterlegen.

i)      Verursacht der Mieter während der Dauer seines Aufenthaltes im Heim Schäden, die der Hausverwaltung erst bei seinem Auszug bekannt werden, oder leistet er den von ihm während des Mietverhältnisses geforderten Schadensersatz nicht oder nicht in voller Höhe, wird ein Betrag in Höhe der Schadensersatzforderung von der Kaution einbehalten.

ii)    Übergibt der Mieter bei seinem Auszug sein Zimmer (einschließlich des Bodens, der sanitären Anlagen, Koch- und Kühlgelegenheiten, der Möbel und der Vorhänge) nicht oder in einem nur teilweise gereinigten Zustand wird von der Kaution auch ein angemessener Betrag, mindestens jedoch 20 € für die Reinigung einbehalten.

iii)   Die Haftung ist nicht auf die Höhe der Kaution beschränkt.

 

c) Bei seinem Auszug hat sich jeder Mieter persönlich bei der Hausverwaltung abzumelden. Zuvor hat er bei allen Stellen des Heimes seine Schulden zu begleichen.

 

4.     Zusammenleben im Heim

Durch die Hausordnung soll insbesondere gewährleistet werden, daß sich die Heimbewohner nicht im Wohnen und in ihrer Arbeit stören und das Heim und seine Einrichtung schonend behandeln. Noch weitere Generationen von Studierenden wollen in ihm einen angenehmen Aufenthalt verleben. Darüber hinaus bedarf vor allem das Zusammenleben von Studentinnen und Studenten in einem Haus der gegenseitigen Rücksichtnahme.

 

5.     Nachtruhe

Von 23 °° Uhr bis 7°° Uhr ist so Ruhe zu halten, daß kein Mitbewohner gestört wird. Ferner ist eine Störung der Nachbarn von 22 °° Uhr bis 7°° Uhr zu vermeiden. Die Bewohner sind für ihre Besucher verantwortlich.

 

6.Sauberkeit

Die Einzelzimmer sowie die Gemeinschaftsräume werden durch Beauftrage einer Reinigungsfirma geputzt. Dazu ist ihnen während ihrer Arbeitszeit Gelegenheit zu geben.

Für die Sauberkeit der Familienappartement sind die Bewohner selbst verantwortlich.

Die Betten müssen von den Bewohnern selbst gerichtet und mit eigenen Bettwäsche überzogen werden. Ebenso sind die Möbel von den Heimbewohner in Ordnung zu halten.

 

7.     Teppiche

Teppiche können in den Zimmern verlegt, jedoch keinesfalls angeklebt werden. Vor dem Auszug sind Teppiche zu entfernen. Schäden, die durch das Verlegen oder Entfernen der Teppiche am Fußboden entstehen, sind vom Mieter zu ersetzen. (Ersatzweise kann eine schriftliche Einverständniserklärung des Nachmieters vorgewiesen werden, daß dieser den Teppich übernimmt und für Schäden haftet)

 

8.Schäden

Schäden am Haus und an seiner Einrichtung sind unverzüglich der Hausverwaltung zu melden, schon um ihre Ausweitung verhindern zu können.

 

9.   Behandlung der Gemeinschaftseinrichtungen

Die Stockwerksküchen sowie sämtliche Gemeinschaftsräume (Fernsehräume, Waschräume, Bars etc.) sind schonend zu behandeln. Äußerste Sauberkeit in den Küchen, Putzräumen, Bädern und Toiletten zu halten ist Pflicht jedes einzelnen Heimbewohners (Hinweis: Die Kühlschränke im Heim dürfen keinesfalls mit spitzen oder scharfen Gegenständen „enteist“ werden, da die Gefahr der Beschädigung zu groß ist. Die Verursacher harten auch insoweit für Schäden !)

 

10. Technische Anlagen und Geräte

a)   Rundfunk- und Fernsehempfangsgeräte dürfen nur bei Entrichtung der gesetzlichen Rundfunktgebühren oder bei Befreiung davon durch das Sozialamt der Stadt Regensburg betrieben werden. Für die an- und Abmeldung bei der GEZ in Köln ist jeder Heimbewohner verantwortlich.

b)  Im Heim ist eine Mietantennenanlage  der Fa. EWT eingerichtet, die jeder Heimbewohner gebührenfrei nutzen kann. Für die Schäden, die durch unsachgemäßen Gebrauch an der Antennenanlage entstehen, haftet jeder Heimbewohner der Fa. EWT unmittelbar.

c)   Die Benutzung von Zusatzheizungen, Kochern, Tauchsiedern, Toastern und Kleinöfen in den Zimmern ist aus Gründen der Sicherheit verboten. Kosten, die dem heim durch den Gebrauch solcher Geräte entstehen, sind vom Mieter zu tragen. Die Benutzung von zusätzlichen Kühlschränken  kann gegen Bezahlung der zusätzlichen Stromgebühren vom Heimleiter genehmigt werden.

d)  Zum Wäschewaschen stehen den Heimbewohnern Wasch- und Trockenräume zur Verfügung (Wertmarken für die Maschinen sind während der Dienststunden in der Verwaltung zu kaufen). Wäschewaschen und -trocknen ist in den Zimmern nicht erlaubt. Bügelgeräte dürfen nur in den Trockenräumen verwendet werden.

e)   Das Bohren von Löchern in die Betonzimmerwände- decken - Balkone (z.B. das Anbringen von sogenannten Satellitenschüsseln, Gefahr der Verletzung des Betonschutzanstriches) ist streng verboten, da die Versorgungsleitungen teilweise fest in den Beton eingelassen sind und ihre Führung dem Heimbewohner unbekannt ist. Sie können leicht beschädigt werden. Kosten , die dem Heim durch das verbotswidrige Bohren von Löchern, insbesondere an der Hausinstallation, entstehen, sind vom Mieter zu ersetzen.

 

11. Tiere

Haustiere dürfen auf den Zimmern nicht gehalten werden. Die vorübergehende Haltung von Versuchstieren zum Zweck der Erstellung von Prüfungsarbeiten kann vom Heimleiter ausnahmsweise für begrenzte Zeit gestattet werden.

 

12. Bäder und Duschen

Bäder und Duschen sollen zwischen 23 °° Uhr und 6°° Uhr nicht benutzt werden, da dies insbesondere  darunter wohnende Heimbewohner in ihrer Nachtruhe stören kann und überdies aus Kostenersparnisgründen in dieser Zeit die Warmwasserbereitung abgesenkt ist.

 

13. Telefon

Für Ferngespräche nach außen steht eine öffentliche Telestation zur Verfügung. Von Außen kann direkt auf die jeweiligen Stockwerke telephoniert werden. Die Vorwahl beträgt 208204. Daran muß die entsprechenden Durchwahlnummer des gewünschten  Stockwerks angehängt werden (siehe Telephonliste, die auf jeden Stockwerk aushängen).

Jeder Heimbewohner kann bei der Telekom einen Fernsprechanschluß für sein Zimmer beantragen. Die Einrichtungen dafür sind im Heim vorhanden, die Kosten trägt jeder Heimbewohner selbst.

 

14. Gemeinschaftsdienst

Jeder Heimbewohner ist grundsätzlich zur Übernahme eines Gemeinschaftsdienstes verpflichtet. Seine Sicherstellung und Durchführung ist in der Heimsatzung geregelt. Er wird nach einem von den Senioren aufgestellten Plan organisiert. (Hinweis: Zur Sicherstellung des Gemeinschaftsdienstes erheben die Senioren - nicht die Stiftung - nach der Heimsatzung eine Kaution von 10 €, die jeder Heimbewohner bei seinem Einzug bei den Senioren zu hinterlegen hat. Sofern er seinen Gemeinschaftsdienst  abhält, erhält er diese Kaution bei seinem Auszug von den Senioren unverzinst zurück. Die Seniorenkasse wird vom Kassenprüfer der Stiftung regelmäßig kontrolliert. Auch das Lesen der übrigen Bestimmungen der Heimsatzung lohnt sich für jeden Heimbewohner ! )

 

15. Die Außenanlagen sind schonend zu behandeln

 

16. Parken auf dem Heimgelände

a)   Die beschränkte Zahl der Parkplätze auf dem Heimgelände macht enges Parken erforderlich. (Beachtung der Markierung !)

b)  Fahrzeuge ohne Parkschein können auf Kosten der Falschparker abgeschleppt werden !!! (Um die begrenzte Zahl der Parkplätze auf dem Heimgelände für die Heimbewohner zu reservieren, mußte eine Parkscheinpflicht eingeführt werden. Der erforderliche Parkschein wird jedem Heimbewohner gegen Vorlage des Kfz-Scheines von der Hausverwaltung kostenlos ausgestellt. Er ist beim Auszug zurückzugeben.)

c)   Unnötiges Fahren auf den Parkplätzen ist verboten

d)  Die markierten Flächen, die Feuerwehrzufahrten sowie die Einfahrt zur Tiefgarage und zu den hinteren Parkplätzen sind unbedingt freizuhalten. Parken auf diesen Flächen wird als grober Verstoß gegen die Hausordnung betrachtet.

e)   In der Tiefgarage dürfen nur die in der Verwaltung gemeldeten Fahrzeuge abgestellt werden.

 

17. Fahrräder

Fahrräder dürfen nur in den dafür vorgesehenen Fahradständern sowie im Fahrradkelle und an der Ostseite der Tiefgarage abgestellt werden. Wegen des beengten Raumes sollten Fahrräder, die nicht benützt werden, mit nach Hause genommen werden. (Hinweis: Zur Vermeidung der Ansammlung herrenloser Fahrräder führen die Senioren regelmäßig Fahrradversteigerungen durch. Von der Aufforderung an die Heimbewohner, ihre Fahrräder nach einen speziellen System zu kennzeichnen, bis zum Versteigerungstermin vergehen dabei ca. vier Wochen.)

 

18. Musikräume

1.    Schlüssel für das Klavierzimmer können zu Beginn des Semesters gegen Kaution abgeholt werden. Die Kosten für das Stimmen der Klaviere wird auf die Benutzer umgelegt. Diese haften auch für von ihnen verursachte Schäden. 

 

19. Private Feiern in den Gemeinschaftsräumen

Die Möglichkeiten der Heimbewohner, die dafür vorgesehenen Gemeinschaftsräume (sogenannte Alte und Neue Bar) für private Zwecke zu nutzten, die nicht kommerziellen Zwecken dienen dürfen, sind imVergabevertrag für diese Räume geregelt. Die Benutzung des Gemeinschaftsgrills ist in einer eigenen Grillordnung geregelt. Diese hängt in der Alten Bar aus.

 

20. Sonstige Bestimmungen

a)   Die Zimmer und die Gemeinschaftsräume sind bei Verlassen zu verschließen.

b)  Über Krankheitsfälle ist die Hausverwaltung zu unterrichten.

c)   In Notfällen und zur Behebung von Mängeln haben der Heimleiter und der Hausmeister jederzeit das Recht, die Zimmer zu betreten. Sonstige Zimmerdurchgänge, z.B. zur Feststellung von Mängeln, werden zwei Tage zuvor an den Anschlagsafeln angekündigt.

 

24. Verstöße gegen die Hausordnung:

i.     Leichte Verstöße gegen die Hausordnung verwarnen die Senioren mündlich.

ii.    Bei wiederholten Verstößen wird der Heimleiter durch die Senioren informiert. Dieser entscheidet dann nach Anhörung der Betroffenen und der Senioren, welche Maßnahme nach § 5 Abs.4 lit.c oder § 6 Abs.2 lit. a,b des Mietvertrages zu ergreifen ist.

 

25. Die Hausordnung läßt im übrigen den Mietvertrag unberührt.

 

 

 

 

                                                                                                 Regensburg, den 01.Oktober 1991


 
 
 

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Heimleiter Stiftungsdirektor

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